Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte

Vom 12. März bis zum 5. April 2017 (täglich 10.00 -18.00 Uhr) wird es im HoT „boje“ begleitend zum Theaterstück eine Wanderausstellung des ANNE FRANK ZENTRUM’s in Berlin mit dem Titel „Deine Anne, ein Mädchen schreibt Geschichte“ geben. Für begleitete Gruppenführungen ist eine vorherige Terminabsprache nötig. Interessierte Gruppen können sich im HoT „boje“ (Ansprechpartner Jörg Zahlmann – Telefon 02365 13139 – info@anne-marl.de)  für eine Begleitung anmelden. 

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 12. März 2017, um 10 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche im Rahmen eines Jugendgottesdienstes mit den Schauspielern, dem Projektchor, den Peer Guides und im Beisein des Präsidenten des Berliner ANNE FRANK ZENTRUMS statt.


Die Ausstellung

Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) ist Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten und intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Schriftstellerin. In der Ausstellung erzählen große Bildwände von ihrem Leben und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten, über die Zeit in Amsterdam – glückliche Kindheit und schwere Zeit im Versteck – bis zu den letzten schrecklichen sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele private Fotos erlauben einen ganz intimen Einblick in das Leben der Familie Frank und ihrer Freunde. Die persönliche Geschichte Anne Franks wird verbunden mit der Geschichte der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer wird die Perspektive von Mitläufern und Tätern dargestellt.

In einem großen aktuellen Teil wendet sich die neue Anne Frank-Ausstellung direkt an Jugendliche heute mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließe ich aus? … Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über diese Themen an. Ausgehend von der Frage »Was kann ich bewirken?« ermutigt die Ausstellung zu eigenem Engagement.

Kern des Ausstellungsprojekts ist das bewährte Konzept »Jugendliche begleiten Jugendliche«: Dabei engagieren sich junge Menschen ab 16 Jahren als Ausstellungsbegleiterinnen und -begleiter. In einem Trainingsseminar lernen sie die Inhalte und Hintergründe der Ausstellung und Methoden der Vermittlung kennen. Als Peer Guides vermitteln sie die Thematik anderen Jugendlichen und regen Gespräche darüber an. Die Ausstellungsbegleitungen richten sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren.